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Brust­verkleinerung


Eine grosse Oberweite gilt als Schönheitsideal. Wenn jedoch die Brüste im Verhältnis zum übrigen Körper zu gross sind, kann das negative Folgen haben: neben körperlichen Beschwerden wie Verspannungen, Fehlhaltungen oder eingeschränkter Beweglichkeit, leiden viele betroffene Frauen unter psychischen Problemen. In diesen Fällen kann eine operative Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik) Abhilfe schaffen.

Fakten zur Brustverkleinerung

Klinikaufenthalt:stationär (meist 1 Übernachtung)
Behandlung & Betäubung:Vollnarkose
OP-Dauer:2 bis 4 Stunden
 Nachsorge:für 4 bis 6 Wochen einen Spezial-BH tragen
Fäden ziehen:nach 14 Tagen
Sport:nach 4 bis 6 Wochen
 Kosten:ab CHF 11.900 (abhängig von Umfang und Methode)

Was kostet eine Brustverkleinerung?


Wie viel eine Brustverkleinerung kostet, lässt sich pauschal nicht sagen. Der Preis ist von Arzt zu Arzt und von Klinik zu Klinik verschieden und hängt vor allem davon ab, wie viel Gewebe entnommen werden soll und welche Technik hierfür angewendet wird. Es ist mit Kosten ab CHF 11.900 zu rechnen.

Welche Methoden gibt es bei einer Brustverkleinerung?


Die verschiedenen Operationsmethoden unterscheiden sich vor allem in der Schnittführung. Im Wesentlichen lassen sich drei Varianten unterscheiden: T-Schnitt, L-Schnitt und I-Schnitt.

T-Schnitt

Bei dieser Methode schneidet der operierende Arzt kreisförmig um den Warzenvorhof und von dort in gerader Linie nach unten in die Unterbrustfalte. Dort setzt er einen Querschnitt von links nach rechts, sodass beide Schnitte zusammen wie ein umgedrehtes T aussehen (daher der Name). Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass sich in jede Richtung viel Gewebe entfernen lässt, was vor allem bei sehr grossen, hängenden oder flachen Brüsten von Vorteil ist. Allerdings bleibt eine Narbe in der Brustumschlagsfalte zurück.

Brustverkleinerung Technik Strömbeck

L-Schnitt

Eine Variante des T-Schnitts ist der L-Schnitt. Bei dieser Technik erfolgt der horizontale Schnitt in der Unterbrustfalte nur in eine Richtung. So bleibt eine kleinere Narbe zurück, jedoch erschwert die einseitige Schnittführung auch die Korrektur des Hautüberschusses. In einigen Fällen verlängert der Chirurg den Schnitt noch auf die andere Seite, was Mediziner als "kleinen T-Schnitt" bezeichnen.

Brustverkleinerung Technik L

I-Schnitt

Besonders wenig Narben erzeugt der I-Schnitt, der lediglich aus dem Schnitt um den Warzenhof und dem senkrecht nach unten verlaufenden Schnitt besteht. Der nach der Gewebeentnahme bestehende Hautüberschuss wird mit einer Raffnaht vernäht. Da sich die Haut im Laufe der Zeit zusammenzieht, bilden sich die Hautwellen nach der Operation automatisch zurück. Das Verfahren ist gut für junge Kundinnen geeignet, die ihre Brüste nicht allzu sehr verkleinern lassen möchten. Bei älteren Kundinnen oder einer starken Verkleinerung der Brust kann es jedoch sein, dass die Hautwellen verbleiben. Sie lassen sich dann nur in einem weiteren operativen Eingriff korrigieren.

Brustverkleinerung Technik Lejour

Welche Schnitttechnik angewendet wird, ist unter anderem von Grösse und Beschaffenheit der Brust, aber auch von der Position der Brustwarzen abhängig. Die individuellen Wünsche der Kundin werden bei der Auswahl der Schnittführung ebenfalls berücksichtigt.

Warum ist eine Brustverkleinerung sinnvoll?


Eine Brustverkleinerung ist immer dann sinnvoll, wenn Frauen unter Grösse und Gewicht ihrer Brüste so leiden, dass ihre Gesundheit und/oder Lebensqualität dadurch erheblich beeinträchtigt ist. So können sehr grosse und schwere Brüste Verspannungen, Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen verursachen, die mittel- und langfristig Fehlhaltungen zur Folge haben. Diese wiederum können zu Verschleisserscheinungen der Wirbelsäule führen, die nicht reversibel sind. Die Hautreizungen, die bei grossen Brüsten oftmals in der Unterbrustfalte entstehen, sind für die betroffenen Frauen nicht nur sehr unangenehm und schmerzhaft. Sie begünstigen auch Pilzinfektionen.

Neben körperlichen Beeinträchtigungen gibt es auch psychische Gründe für eine Brustverkleinerung. Ein typisches Beispiel ist die massive Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Hinzu kommt, dass viele Frauen das Gefühl haben, von anderen angestarrt und auf ihre Oberweite reduziert zu werden. Der psychische Leidensdruck kann so gross werden, dass das Selbstbewusstsein der Frauen schwindet und Depressionen entstehen. Probleme in der Partnerschaft und sozialer Rückzug können die Folge sein.

Wissenswertes über eine Brustverkleinerung


Bei einer Brustverkleinerung entnimmt der Chirurg aus dem unteren Bereich des Busens überschüssiges Fett-, Drüsen- und Hautgewebe. Aus den oberen Teilen formt er neue, kleinere Brüste. Meistens versetzt der Arzt die Brustwarzen mit dem Warzenvorhof etwas nach oben. Nerven und Blutgefässe werden ebenfalls umverlegt, um sicherzustellen, dass das Stillen oder Empfinden in diesem Bereich möglichst wenig beeinträchtigt wird. Häufig wird der Eingriff mit einer Bruststraffung kombiniert. Die Naht erfolgt mit feinen Fäden, damit später kaum Narben zu sehen sind. Für die Brustverkleinerung stehen verschiedene Operationstechniken zur Verfügung.

Was sollte vor und nach einer Brustverkleinerung beachtet werden?


Vor einer Brustverkleinerung ist zunächst abzuklären, ob der Eingriff überhaupt, beziehungsweise zum jetzigen Zeitpunkt, vorgenommen werden kann. Grundsätzlich sollte eine Brustverkleinerung erst erfolgen, wenn die Brüste vollständig entwickelt sind und kein weiteres Wachstum zu erwarten ist. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich des Alters der Kundinnen. Ausgeschlossen sind jedoch Eingriffe während der Schwangerschaft und Stillzeit, da sich die Brustform in dieser Zeit stark verändert. Eine Brustverkleinerung sollte frühestens 8 Monate nach dem Ende der Stillzeit durchgeführt werden. Ähnliches gilt für stark übergewichtige Kundinnen. Versuchen Sie, vor der Operation Ihr Wunschgewicht zu erreichen und dieses auch einige Zeit zu halten. Denn wenn Sie erst nach dem Eingriff stark an Gewicht verlieren, kann sich das negativ auf das Erscheinungsbild Ihrer Brust auswirken, die durch die Gewichtsabnahme erschlafft.

In Einzelfällen kann es notwendig oder sinnvoll sein, vorab eine Ultraschalluntersuchung und Mammografie durchzuführen, um sicherzugehen, dass die Kundin nicht an Brustkrebs leidet. Dies gilt vor allem für Kundinnen, die älter als 35 Jahre sind. Informieren Sie den Arzt über Medikamente, die Sie regelmässig einnehmen. Insbesondere blutverdünnende Arzneimittel müssen erwähnt und in Rücksprache mit dem Arzt bei Bedarf umgestellt oder abgesetzt werden.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff spannen und schmerzen die neu geformten Brüste. In den meisten Fällen verschwinden diese Beschwerden innerhalb kurzer Zeit von alleine. Bei Bedarf können Sie bis dahin Schmerzmittel einnehmen. Schlafen Sie während der ersten Wochen nur in Rückenlage und legen Sie sich keinesfalls auf den Bauch. Wenn keine Komplikationen auftreten, werden die Wunddrainagen nach wenigen Tagen gezogen.

Die wichtigsten Fragen zur Brustverkleinerung

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Brustverkleinerung?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine operative Brustverkleinerung nur dann, wenn diese aus medizinischen Gründen notwendig ist. Letzteres muss durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Entscheidend ist hierbei nicht die tatsächliche Grösse der Brust, sondern deren gesundheitliche Auswirkungen. Das heisst, dass die Brüste Beschwerden wie Nacken- oder Rückenschmerzen hervorrufen. Eine Kostenübernahme der Krankenkassen findet darüber hinaus nur dann statt, wenn

  • die Beschwerden anhalten
  • die Kundin normalgewichtig ist
  • das zu entnehmende Brustgewebe etwa 500 Gramm (pro Seite) beträgt.

In den meisten Fällen müssen Sie mehrere Untersuchungen und diverse Behandlungsmöglichkeiten (Medikamente, Physiotherapie, Rückentraining) absolviert haben, bevor eine Kostengutsprache erfolgt. Auf jeden Fall sollten Sie vor dem Eingriff mit Ihrer Krankenkasse Kontakt aufnehmen, um die Übernahme der Kosten zu klären.

Welche Grösse kann durch eine Brustverkleinerung erreicht werden?

Grundsätzlich kann jede Brustgrösse erzielt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Durchblutung der Brustwarze sichergestellt wird. Vor jeder Operation steht eine ausführliche Beratung. Darin sollen Sie Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen schildern und die angestrebte Grösse benennen. Ob und wie das von Ihnen gewünschte Ziel realisierbar ist, wird der Arzt mit Ihnen besprechen. Bis das endgültige Ergebnis der Operation erzielt wird, dauert es einige Zeit. In den ersten sechs Monaten nach dem Eingriff verändert sich das Gewebe, sodass zum Beispiel Narben im Laufe der Zeit immer weniger sichtbar sind. Theoretisch kann eine Brustverkleinerung wiederholt werden. Ob dies sinnvoll ist, muss der Arzt im Einzelfall entscheiden.

Ab wann ist eine Brustverkleinerung zu empfehlen?

Wann eine Brustverkleinerung sinnvoll ist, lässt sich nicht ohne Weiteres an Grösse oder Gewicht der Brüste festlegen. Einigkeit besteht darüber, dass bei Frauen mit überproportional grosser Brust (Makromastie) gesundheitliche Beschwerden auftreten, die sich nur mit einer Brustverkleinerung beheben lassen. Als überproportional gross gelten Brüste, die über 1.200 Gramm wiegen. Das entspricht einer Körbchengrösse von mindestens "D". Doch auch Frauen mit deutlich kleineren Brüsten können diese als zu gross empfinden oder gesundheitliche Probleme haben. Dies kann individuell höchst unterschiedlich sein.

Selbst Mediziner vertreten in dieser Frage unterschiedliche Meinungen. Einige befürworten einen Eingriff schon ab einem Gewicht von 800 Gramm, andere halten eine Brustverkleinerung in Einzelfällen auch schon ab 500 Gramm Gewicht für sinnvoll. Wieder andere sind der Meinung, dass eine Brustverkleinerung erst ab einer Reduktion von zwei Körbchengrössen zu empfehlen ist. Angesichts dieser verschiedenen Ansichten ist eine individuelle Betrachtung jedes einzelnen Falls anzuraten, bei welcher der Leidensdruck der Kundin das entscheidende Kriterium sein sollte.

Kann man nach einer Brustverkleinerung noch stillen?

Bei einer Brustverkleinerung werden die Milchgänge durchtrennt und Drüsengewebe entfernt. Je nachdem, wie viel Gewebe entfernt und wie sehr die Brustwarze von dem Drüsengewebe abgetrennt wird, kann der Eingriff die Stillfähigkeit beeinträchtigen, eventuell sogar ganz unmöglich machen. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, dass Sie erst nach Abschluss Ihrer Familienplanung eine Brustverkleinerung durchführen lassen. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie Ihren Kinderwunsch bereits im Vorgespräch thematisieren. Dies könnte einen Einfluss auf die Wahl der Operationstechnik haben, die sich in unterschiedlichem Ausmass auf die Stillfähigkeit auswirkt.

Wann kann nach der Brustverkleinerung wieder Sport gemacht werden?

Nach der Brustverkleinerung sollten Sie mindestens 4 - 6 Wochen auf Sport verzichten. Achten Sie in dieser Zeit grundsätzlich darauf, Brustkorb, Schulter und Oberarme möglichst wenig zu belasten. Steigen Sie danach nicht sofort wieder voll ins Training ein. Sondern beginnen Sie mit weniger anstrengenden Sportarten wie zum Beispiel Walking.

Wie lange sollte nach der Brustverkleinerung ein Kompressions-BH getragen werden?

Der nach der Operation angelegte Druckverband wird nach ein paar Tagen abgenommen und durch einen Kompressions-BH ersetzt. Diesen sollten Sie etwa 3 Wochen rund um die Uhr tragen, danach noch drei Wochen tagsüber.

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