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Hängebrüste (Mastoptosis)

wie Hängebrüste entstehen und wie sie sich korrigieren lassen


Ein schöner straffer Busen ist für jede Frau ein besonderes Persönlichkeitsmerkmal und ein Symbol ihrer Attraktivität und Weiblichkeit. Deshalb kann es für sie eine extreme Belastung darstellen und zu einer starken Beeinträchtigung des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls kommen, wenn die Haut dort erschlafft und sich Hängebrüste - der medizinische Fachausdruck ist Mastoptosis - bilden.

Diese Entwicklung hat von Frau zu Frau unterschiedliche Ursachen. Bei grossen Brüsten ist etwa die Schwerkraft verantwortlich, bei jungen Frauen, die nicht selten betroffen sind, kann es an der genetischen Veranlagung liegen, bei alternden Frauen in und nach der Menopause am sinkenden Östrogenspiegel, der nach und nach das Bindegewebe schwächer werden lässt. Sind die Hautüberschüsse zu gross, hilft auch sportliche Betätigung nicht mehr, den Busen zu straffen. da er keine Muskulatur enthält.

Allerdings kann mit Hilfe der plastisch-ästethischen Chirurgie korrigierend eingegriffen und eine wohlgeformte Brust wiederhergestellt werden. Dafür stehen verschiedene Methoden und Operationsarten zur Verfügung. Welche davon die passende ist, liegt an der jeweiligen inviduellen Indikation, für deren Diagnose der behandelnde Arzt verantwortlich ist.

Definition der Mastoptosis


Der medizinische Fachausdruck beschreibt eine hängende Brust, was aber in leichten Fällen als normal anzusehen ist und nicht notwendigerweise als Makel gelten muss. Bei einer normal entwickelten 18-jährigen Frau gilt es als Idealmass, wenn der Abstand von der Brustwarze bis zum oberen Rand des Brustbeines am Hals zwischen 18 und 21 cm beträgt. Dieses Mass dient als Standard für den Arzt, um den Grad einer Hängebrust zu bestimmen. Grundsätzlich wird eine Mastoptosis in drei Grade eingeteilt:

Grad 1
Geringe Erschlaffung (Ptosis) der Brust. Die Brustwarzen sind noch nicht oder nur leicht abgesunken, liegen aber noch höher als der untere Brustpol.

Grad 2
Moderate Erschlaffung der Haut. Die Brustwarzen sind deutlicher abgesunken, die Brustdrüse ist verkleinert.

Grad 3
Ausgeprägte Erschlaffung. Die Brustwarzen liegen deutlich unterhalb der Unterbrustfalte, oft am tiefsten Punkt und ohne weiteres Bindegewebe darunter. Ihre Spitzen zeigen in den meisten Fällen zusätzlich nach unten.

Ursachen für eine Hängebrust


Es gibt mehrere Ursachen, die zu einer Hängebrust führen. Eine davon ist genetischer Natur. Frauen, die auf Grund von Vererbung über ein schwach ausgeprägtes Bindegewebe verfügen, neigen eher zu einer Überdehnung und einem Reissen der Haut als solche mit einem kräftigen Bindegewebe. Das zeigt sich deutlich an den charakteristischen Dehnungsstreifen sowie an herabhängenden Hautpartien, die je nach Schwere des Dehnungsgrades als kleinere oder grössere Hautlappen in Erscheinung treten. Bei den von Bindegewebsschwäche betroffenen Frauen führen deshalb vor allem starke Gewichtsschwankungen zu einer Hängebrust.

Eine weitere Ursache für Mastoptosis ist eine grosse Oberweite. Hier wirkt die Schwerkraft stärker als bei einem normalen Busen und bewirkt eine schnellere Entstehung der Hängebrust. Dies gilt gleichermassen für Brüste, die von Natur aus gross ausfallen, als auch für solche, die aus Übergewicht resultieren.

Mastoptosis kann auch eine Folge von Schwangerschaft sein. Da sich die Brüste während dieser Phase in der Regel vergrössern, um in der Stillzeit ausreichend Muttermilch bereitstellen zu können, kann nach dem Abstillen überschüssige und überdehnte Haut zurückbleiben.

Schliesslich spielt auch das Älterwerden eine Rolle. Mit zunehmenden Lebensjahren werden im Bindegewebe die elastinen und kollagenen Fasern nach und nach abgebaut, so dass die Haut an Spannkraft und Elastizität einbüsst und nach unten abzusinken beginnt. Dieser physiologische Effekt tritt vor allem in der Menopause verstärkt auf. Zudem verkleinern sich in dieser Zeit die Milchkanäle und Brustdrüsen, da sie fortan nicht mehr gebraucht werden. Schlaffer werdendes Bindegewebe plus Volumenverlust verstärken im Alter das Phänomenn der Mastoptosis.

Lässt sich die Entstehung von Hängebrüsten verhindern?


In den meisten Fällen entstehen Hängebrüste durch zu schwaches Bindegewebe, sind also im Wesentlichen genetisch bedingt. Dennoch können bestimmte Angewohnheiten den Prozess beschleunigen bzw. geeignete Massnahmen die Mastoptosis verzögern.

Das dauerhafte Tragen eines BHs kann unter Umständen dazu führen, dass sich die stützenden Muskelfasern in der Brust durch die ständige Entlastung zurückbilden und dann ihre Funktion nicht mehr voll erfüllen. Es gibt Fachleute, die dazu raten, völlig auf einen Büstenhalter zu verzichten. Diese Theorie ist aber nicht allgemein anerkannt, denn bei sehr grossen Brüsten kann die Massnahme durchaus sinnvoll sein. Frauen sollten beim Kauf auf jeden Fall fachlich beraten lassen und darauf achten, dass sie den BH-Umfang nicht zu breit wählen und die Cup-Grösse exakt ihren Massen entspricht.

Rauchen hat bekanntermassen viele negative Auswirkungen. Eine davon ist ein schnelleres Erschlaffen der Haut. Frauen, die zu Mastoptosis neigen, sollten deshalb den Konsum von Tabak in jeglicher Form aufgeben, um einen beschleunigten Rückgang der elastinen Fasern in der Brust anzuhalten.

Ähnlich wie das Thema BH ist auch das Thema Sport ein zweischneidiges Schwert. Allgemein betrachtet, wirkt sich Sport eher positiv aus, da er das Gewebe und Muskeln festigt und langfristig zu einer straffen Brust beiträgt. Andererseits wird dadurch das Bindegewebe stark belastet. Deshalb sollten Frauen bei allen Sportarten mit grosser Einwirkung der Schwerkraft - beispielsweise beim Joggen oder Reiten - einen Sport-BH tragen. Ansonsten besteht das Risiko, dass die Hautfasern leichter reissen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Mastoptosis?


Grundsätzlich gilt, dass jede Behandlung von Hängebrüsten nach ganz individuellen Kriterien erfolgen muss. Dabei sind vor allem der Grad der Mastoptosis sowie die Brustgrösse zu berücksichtigen. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist ein operativer Eingriff die einzige sinnvolle Methode, um eine Hängebrust zu beseitigen.

Besonders häufig ist eine Bruststraffung sowie eine Kombination aus straffenden und vergrössernden Massnahmen. Manchmal genügt auch eine Brustvergrösserung bzw. eine Straffung bei gleichzeitigem Einsatz von Implantaten.

Welche Methode letztendlich gewählt wird, müssen der Chirurg und die Kundin nach einer eingehenden Voruntersuchung entscheiden. Dabei geht es vor allem auch darum, dass der behandelnde Arzt die individuelle Situation seiner Kundin korrekt einschätzen und sie entsprechend beraten kann. Eventuell falsche Vorstellungen der betroffenen Frau sollten ausgeräumt und durch eine realistische Einschätzung des erzielbaren Ergebnisses richtig gestellt werden.

Welche Operationsarten gibt es?


Die Wahl der Operationsart hängt ebenfalls von verschiedenen Faktoren ab. Bei Frauen mit sehr grosser und schwerer Oberweite ist eine reine Bruststraffung auf Dauer nicht selten unbefriedigend, da die Schwerkraft und das Gewicht der Brüste wahrscheinlich zu einer erneuten Überdehnung der Haut führen. Meist werden in solchen Fällen durch eine kombinierte Straffung und Verkleinerung bessere Ergebnisse erzielt.

Bei einer nur leicht ausgeprägten Mastoptosis hilft oft eine Vergrösserung mit einem Volumenausgleich durch Implantate. Werden diese in der richtigen Grösse gewählt, erübrigt sich eine zusätzliche Straffung der Brust.

Ein besonderer Fall liegt vor, wenn bei einer sehr kleinen Brust der Hängegrad sehr stark ausgeprägt ist. Um hier eine befriedigende Lösung zu erreichen, genügt eine alleinige Vergrösserung meist nicht. Stattdessen ist ein kombinierter Eingriff aus Brustvergrösserung und Bruststraffung die bessere Alternative.

Welche Operationstechniken werden angewandt?


Welche OP-Technik zum Einsatz kommt, entscheidet der Chirurg nach individuellen Kriterien. Bei einer stark ausgeprägten Mastoptosis mit dem Schweregrad 3 wird ausschliesslich eine Bruststraffung mit Hilfe des so genannten T-Schnitts vorgenommen. Mit dieser Technik lässt sich nicht nur der stärkste Straffungseffekt erzielen, sie ist auch die einzige Möglichkeit, den anfallenden Hautüberschuss zu beseitigen. Dabei wird nach einem kreisrunden Schnitt um die Brustwarze herum senkrecht bis in die Unterbrustfalte und dort wiederum waagerecht geschnitten. Auf diese Weise entsteht ein umgedrehtes T. Anschliessend entfernt der Arzt das überschüssige Gewebe und versetzt die Brustwarze nach oben.

Bei Kundinnen mit einer nur leichten Mastoptosis kann eine dezente Straffung mit einem kreisrunden Brustwarzenschnitt erzielt werden. Die Narbenbildung ist relativ gering und wird meist durch den Vorhof der Brustwarze überdeckt. Liegt eine Hängebrust mit Grad 2 vor, so dass mehr Gewebe entfernt werden muss, kann der Arzt einen zweiten, senkrechten Schnitt vornehmen.

Bei einem kombinierten Eingriff mit Straffung und Vergrösserung der Brust verfährt der Arzt wie zuvor geschildert. Allerdings setzt er erst ein Implantat in der richtigen Grösse ein, bevor er die Überschüsse an Haut und Gewebe entfernt.

Für alle beschriebenen Operationstechniken gilt, dass die Eingriffe in der Regel unter Vollnarkose und mit einem stationären Aufenthalt in der Klinik einhergehen. Lediglich bei der Beseitigung einer leichten Hängebrust mittels Brustwarzenschnitt kann die OP in bestimmten Fällen unter einem Dämmerschlaf und ambulant durchgeführt werden.

Nach erfolgreicher Operation müssen die Kundinnen sechs Wochen einen speziellen BH als Stütze tragen und die Behandlungsnarben mit einer vom Arzt verordneten Salbe pflegen. Dadurch wird ein optimales Abheilen sowie eine unauffällige Narbenbildung erzielt.

Mögliche Komplikationen bei eine Mastoptosis-OP


Grundsätzlich ist jeder operative Eingriff in den Körper mit einem Risiko verbunden. Deshalb können Nachblutungen oder Infektionen nach einer Straffung und Vergrösserung der Brust nicht völlig ausgeschlossen werden. Besonders an den Brustwarzen kann es nach der räumlichen Versetzung zu einer Gefühlsbeeinträchtigung kommen, was aber eine völlig normale Reaktion ist und bei den allermeisten Kundinnen nach ein paar Wochen verschwindet.

Wird die Brust vergrössert, entsteht eventuell eine so genannte Kapselfibrose. Der Körper bildet in diesem Fall eine bindegewebsartige Hülle um das Implantat, so dass dieses manchmal ausgetauscht werden muss. Heutzutage kommen Kapselfibrosen allerdings nur noch sehr selten vor, da moderne Implantate deutlich hochwertiger sind als zu früheren Zeiten und vom Körper besser angenommen werden.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich auch die Wahl des Chirurgen. Je mehr Erfahrung dieser bei Brust-OPs hat und je professioneller er den Eingriff durchführen kann, desto geringer ist das Risiko für Komplikationen.

Kosten einer OP


Selbstverständlich sind auch die zu erwartenden Kosten einer Brustoperation für Kundinnen ein wichtiger Punkt. Allerdings lässt sich hier keine pauschale Aussage treffen, denn je nach dem Befund der Mastoptosis werden der Eingriff und die Behandlungsart immer wieder unterschiedlich ausfallen. Die Durchschnittspreise für eine Straffung beispielsweise liegen zwischen CHF 8.000 und 8.500. Über die endgültige Höhe entscheiden Aufwand und Methode der Behandlung. Sie kann auch deutlich über den genannten Beträgen liegen.

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