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Makromastie

wie überproportionale Brüste behandelt werden können


Eine grosse, volle Brust bei einer Frau ist ein weit verbreitetes Schönheitsideal. Wird jedoch ein bestimmtes Mass an Grösse und Gewicht der Oberweite überschritten, entsteht häufig ein Leidensdruck, der für die betroffene Frau zu einem physisch wie psychisch erheblichen Problem werden kann.

Vom medizinischen Standpunkt aus betrachtet, handelt es sich dann um eine Brustfehlbildung. Der Fachausdruck dafür ist Makromastie oder auch Gigantomastie. Eine selbstständige Rückbildung der Brust auf ein normales Mass ist so gut wie ausgeschlossen. Auch eine gesunde Ernährung und sportliche Aktivitäten wirken allenfalls minimal. Die einzige Möglichkeit für betroffene Frauen stellt eine Brustverkleinerung auf chirurgischem Wege dar.

Definition und Ursachen der Makromastie oder Gigantomastie


Die beiden Fachbegriffe bezeichnen das gleiche Phänomen und werden deshalb auch synonym verwendet. Mediziner verstehen darunter ein Brustvolumen, das übermässig grosse, pathologische Züge trägt und in keinem normalen Verhältnis mehr zu den körperlichen Proportionen steht. Gigantomastie kann sowohl nur eine, als auch beide Brüste betreffen.

Es ist problematisch, eine Makromastie korrekt einzuordnen. Zwar gibt es bestimmte Grenzwerte für das Brustvolumen, ab wann von einer solchen gesprochen werden kann. Jedoch wird dabei die Statur der Kundin überhaupt nicht berücksichtigt. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist eine Makromastie dann gegeben, wenn eine einzelne Brust mehr als 500 bis 1.000 Gramm wiegt. Eine sehr schlanke und schmächtig gebaute Frau kann aber schon unter körperlichen Beschwerden leiden, wenn der Wert deutlich darunter liegt.

Auslöser für das Phänomen kann eine Drüsenhyperthonie oder eine starke Fettzunahme sein. Abhängig vom Schweregrad der Gigantomastie treten weitere unterschiedlich ausgeprägte Symptome auf. Dazu zählen unter anderem Schmerzen im Nacken, an der Halswirbelsäule und im Rücken, die auf Dauer zu Haltungsschäden führen können. Ausserdem entstehen auf Grund des übermässigen Gewichts und des starken Hängegrads der Brüste möglicherweise wunde Hautpartien, Entzündungen und Pilzinfektionen im Bereich der Unterbrustfalte.

Die Ursachen für Makromastie konnten bis heute noch nicht vollständig geklärt werden, wahrscheinlich sind aber die genetische Veranlagung sowie Hormone mitverantwortlich. Zwar zeigt sie sich bei der Kundin oft zusammen mit Übergewicht, aber dies ist nicht unbedingt immer der Fall.

Bei sehr jungen Frauen, die unter einer übergrossen Brust leiden, spricht man von juveniler Makromastie. Übrigens können auch Männer von einer Brustentwicklung betroffen sein. Diese wird als Gynäkomastie bezeichnet.

Wie lässt sich eine Makromastie behandeln?


Die einzig mögliche Behandlung bei Makromastie ist ein operativer Eingriff, bei dem das überschüssige Gewebe entfernt wird. Diese Brustverkleinerung erfolgt standardmässig unter Vollnarkose. Häufig erfolgt gleichzeitig eine Bruststraffung, da die Haut durch das grosse Volumen der Brust stark gedehnt wurde.

Für die Schnittführung stehen dem Chirurgen mehrere Techniken zur Verfügung. Welche er wählt, ist abhängig von der Menge des zu entfernenden Brustgewebes. Meist verläuft der Schnitt ringförmig um die Brustwarze herum, gefolgt von einem senkrechten Schnitt vom Warzenhof zur Unterbrustfalte und in dieser selbst. Darauf entnimmt der Arzt die überschüssigen Anteile an Fett- und Drüsengewebe und entfernt die ebenfalls überschüssigen Hautpartien. Zum Abschluss wird die Brustwarze neu positioniert. Danach können die Schnitte vernäht und die Wunddrainagen angelegt werden. Deren Entnahme erfolgt einen Tag nach der Operation. Je nach Schnitttechnik bleiben mehr oder weniger auffällige Narben zurück.

Welche Vorteile bringt die Brustverkleinerung für die Kundin?


Die Schmerzen im Rücken, im Nacken und an der Wirbelsäule, die wunden Stellen und Entzündungen an der Unterbrustfalte bereiten Frauen mit Makromastie im alltäglichen Leben in den meisten Fällen grosse Probleme. Auch ein psychischer Leidensdruck wegen des ungünstigen optischen Äusseren ist nicht selten. Sportliche Aktivitäten sind wegen der Beschwerden häufig ausgeschlossen, und selbst so einfache Dinge wie die Suche nach passender Mode gestaltet sich schwierig.

Hier kann eine Brustverkleinerung durch einen chirurgischen Eingriff den betroffenen Frauen zu einem völlig neuen und - im wahrsten Sinne des Wortes - unbeschwerten Lebensgefühl verhelfen. So verschwinden sämtliche Schmerzen im Rückenbereich meistens direkt nach der Operation. Auch bereits vorhandene Haltungsschäden bilden sich mit der Zeit erwiesenermassen zurück.

Bestehen Risiken bei der Operation?


Grundsätzlich birgt jede Operation ein Risiko. Bei einer Brustverkleinerung können je nach allgemeiner körperlicher Verfassung der Kundin und dem Zustand ihres Immunsystems Blutergüsse, Nachblutungen und Infektionen auftreten. Normale Phänomene sind Gefühlsstörungen in den Brustwarzen und den naheliegenden Hautpartien, die in der Regel aber nach einigen Wochen verschwinden.

Obwohl selten, kann die Stillfähigkeit der Frau durch die OP verloren gehen. Junge Frauen sollten sich deshalb gut überlegen, ob sie mit einem Eingriff nicht besser warten, bis ihre Familienplanung abgeschlossen ist.

Über eine nicht zu ändernde Tatsache sollte sich jede Frau vorher im Klaren sein: Die Brustverkleinerung verursacht immer sichtbare Narben.

Wie hoch sind die Kosten einer Behandlung?


Kundinnen, die unter einer Makromastie leiden, können nicht unter mehreren Behandlungsmethoden wählen. Die einzige Möglichkeit ist eine Brustverkleinerung. Da die Operation sehr aufwändig ist, sind auch die Kosten mit ungefähr CHF 10.000 recht hoch.

Unter bestimmten Umständen können die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung oder zumindest einen Teil davon übernehmen. Leider zeigt aber die Erfahrung, dass die meisten Anträge für die Kostenerstattung bei einer Brustverkleinerung abgelehnt werden.

Für eine Zustimmung muss die Kundin nachweisen können, dass eine medizinische Indikation vorliegt und sie auf Grund der physischen Beschwerden unter einem hohen Leidensdruck steht. Für den Nachweis ist ein ärztliches Gutachten unbedingt erforderlich. Nützlich können auch Bescheinigungen über andere Therapien sein - etwa eine Rückengymnastik, eine frühere Gewichtsreduzierung, diverse Sportprogramme etc. - die aber keine Besserung erbracht haben. Damit die Krankenkasse weiss, wie teuer die Behandlung schätzungsweise wird, macht auch die Vorlage eines Kostenvoranschlages des ausgewählten Chirurgen Sinn.

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